12.4.2020 | Artikel

Der Artikel steht im Zentrum jedes redaktionellen Angebots. Ihm muss die besondere Aufmerksamkeit bei der Produktentwicklung gelten.

Reinhard Dassel
Reinhard Dassel
Email
"Article

90% des Traffics eines redaktionellen Angebots landen auf Artikelseiten. Grund genug, sich in der Produktentwicklung intensiv mit dem Artikel und seinen Besonderheiten auseinanderzusetzen.

Der Vielfalt gerecht werden

Was die Entwicklung einer guten Artikelseite so besonders macht, ist der Umstand, dass es ”den Artikel” eigentlich gar nicht gibt. Vielmehr gibt es zahlreiche journalistische Formate, die sich in Inhalt, Umfang und Struktur erheblich unterscheiden.

Dieser redaktionellen Vielfalt wird man in der Produktentwicklung mit "dem Artikel-Template" schwerlich gerecht. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass so unterschiedliche Formate wie Meldungen, Reportagen und Listicles über ein Template gleichermaßen präzise ausgespielt werden.

Die Herausforderung in der Produktentwicklung liegt darin, die für das jeweilige Angebot relevanten Formate zu identifizieren, deren Komponenten zu analysieren und auf dieser Basis eine Template-Systematik zu entwickeln.

Das konzeptionelle Spielfeld stellt sich in etwa so dar:

"Article

Die Liste der hier aufgeführten Formate und Module ist natürlich nicht vollständig, und eine weitere Untergliederung kann sinnvoll sein – abhängig von der redaktionellen Realität, die sich in den Artikel-Templates abbilden soll.

Ziel der Entwicklungsarbeit muss es sein, jedem journalistischen Format seine bestmögliche Darstellung im Frontend zu geben.

Redakteure von gestalterischen Aufgaben entlasten

Die Entwicklung eines flexiblen, modularen Artikel-Templates ist allerdings nur ein Teil der Aufgabe. Genauso wichtig ist es zu überlegen, wie die Artikelerstellung am Redaktionssystem so unterstützt werden kann, dass Redakteure das Potenzial einer solchen Template-Systematik auch nutzen können.

Denn von einem Redakteur ist fairerweise nicht zu erwarten, dass er in der Lage ist, im Redaktionssystem freihändig jedes beliebige Format zusammenzubauen. Dazu bedarf es klarer Vorgaben – entweder in Form von redaktionellen Handbüchern, in denen Regeln und Standards für jedes Format dokumentiert sind. Oder einer technischen Implementation dieser Standards direkt im CMS.

Je präziser diese Vorgaben gefasst sind, desto stärker wird ein Redakteur von gestalterischen Aufgaben entlastet. Das ist der optischen und erzählerischen Qualität der Artikel enorm zuträglich: Absätze haben zuverlässig die richtige Länge, Artikelmodule der ersten und zweiten Ebene die richtige Ausprägung und Position.

Und mit einer technischen Implementation dieser Standards ist noch ein weiterer Vorteil verbunden: Da jedem Artikel auf diese Weise automatisch sein Format als Metainformation mitgegeben werden würde, wird ein noch präziseres Tracking möglich.

Mehr aus diesem Blog

Projektpläne? Sprechen Sie mit uns!

Bitte hier entlang